DO IT YOURSELF PROJEKTE FÜR EURE HOCHZEIT – WAS IHR BEACHTEN SOLLTET

 

DIY liegt voll im Trend. Von der Bar auf der Terrasse, über Marmelade, hin zu Dekoelementen in der Wohnung. Es wird wieder mehr selbst gemacht. Und wenn man eh schon im Bastel- und Handwerkmodus ist, macht man vor der eigenen Hochzeit natürlich keinen Halt. An dieser Stelle möchte ich aber kurz intervenieren und ein paar Gedanken in den Raum werfen.

1) Auch DIY kostet Geld

Das Budget spielt bei jedem Planungsschritt der Hochzeit eine tragende Rolle und gerade wenn es knapp bemessen ist, schaut man natürlich wo man sparen kann. Häufig sind selbstgemachte Sachen günstiger, unter anderem, weil ihr euch für eure DIY Arbeit ja keinen Lohn zahlt. Wenn man dann noch preiswert an Rohstoffe ran kommt und Spaß am Basteln und Handwerken hat, können Projekte viel Freude machen und zu tollen Ergebnissen führen. Aber Kleinvieh macht auch Mist und schnell summieren sich auch vermeidlich kleine Beträge. Es macht also definitiv Sinn, die Kosten zu vergleichen und vor der Entscheidung für oder gegen ein Do It Yourself Projekt auch noch folgende Punkte einzubeziehen…

 

2) DIY kostet Zeit

Unterschätzt bitte nicht, wie viel Zeit DIY kosten kann. Ein einzelner Fächer ist schnell gemacht. Braucht man aber 20, 50 oder vielleicht 100 Stück, kann es schnell in Akkordarbeit ausarten. Und dann ist es mit den Fächern vielleicht nicht getan, sondern ihr habt euch auch die Einladungen, die Tischgestecke und insgesamt die Raumdeko auf den Plan geschrieben. Macht euch also, bevor ihr startet, Gedanken dazu, wie lange ihr realistisch für eure Projekte braucht und rechnet einen Puffer ein. Denn es kann (und wird) immer etwas dazwischen kommen. Eine weitere hilfreiche Überlegung kann die Frage sein, wie viel euch eure Zeit wert ist. Macht es Sinn, 20€ zu sparen, für die ihr aber drei Stunden Arbeit investiert? Und bedenkt bitte auch…

 

3) DIY kostet Nerven

Für Basteln, Handarbeit und Heimwerken muss man gemacht sein. Viele Menschen haben super viel Spaß daran mit den eigenen Händen etwas zu gestalten. Aber selbst dem leidenschaftlichsten Bastler kann nach der 98. Einladung, mit zusammengeklebten Fingern, Perlen im Teppich und der Erkenntnis, dass das Papier nicht mehr für die beiden letzten Einladungen reicht, der Spaß an der Sache vergehen.

 

4) Welcher DIY-Typ seid ihr? Seid ehrlich!

Treten euch schon bei dem Gedanken an die Unterrichtsfächer „Heim & Handwerk“, „Basteln & Gestalten“ oder „Kunst“ die Schweißperlen der Angst auf die Stirn? Benutzt ihr beim Zusammenbauen von Papp-Zeitungshaltern die Gebrauchsanweisung, weil ihr Sonst am Ende einen Schuhkarten, anstelle eines Hefters falten würdet? Und würdet ihr euch niemals als kreativ bezeichnen? Vielleicht ist Do It Yourself dann nicht der beste Weg für euch

Bleibt euch und euren Talenten treu. Vielleicht ist Basteln nicht euer Ding, aber dafür kocht ihr super gut und könnt so tolle Gastgeschenke selbst machen. Oder vielleicht spielt ihr ein Instrument und könnt auf diesem Weg etwas Persönliches zu euer Hochzeit beitragen. Zwingt euch aber nicht in ein DIY Projekt hinein nur weil ihr denkt es muss sein, oder weil es andere machen. Es ist eure Hochzeit, es geht also in erster Linie darum, dass es euch Spaß macht und dass ihr glücklich seid.

 

5) Wie viel DIY sollst sein?

Wenn eure Zeit und eure Nerven begrenzt sind, sucht euch lieber einige wenige Do It Yourself Projekte raus und macht die dafür richtig gut, als zig Dinge anzufangen und am Ende mit keinem so richtig zufrieden zu sein. Generell kann man sich die Frage stellen, ob es denn überhaupt all die kleinen Details braucht? Natürlich machen die den persönlichen Touch aus, aber im Großen und Ganzen, ist das Gesamterscheinungsbild und vor allem die Stimmung doch weit wichtiger. Wenn ihr trotzdem sparen wollt oder müsst gilt…

 

6) Leihen statt Kaufen

Abgesehen von personalisierten Elementen und der Papeterie, kann man alles was man für eine Hochzeit braucht auch leihen bzw. mieten anstatt es zu kaufen. Teils ist dies über den Floristen möglich, aber es gibt auch spezialisierte Anbieter. Und es hat gleich mehrere Vorteile

a) ihr habt weniger Kosten

b) ihr habt weniger Arbeit

c) alles kommt aus einer Hand und passt zusammen und man vermeidet, dass es irgendwie „zusammengewürfelt“ wirkt

d) ihr habt die Sachen weder vor, noch nach der Hochzeit daheim rumliegen

e) es ist nachhaltiger

 

So, nun wünsche ich euch viel Spaß bei euren anstehenden DIY Projekten bzw. viel Freude bei der Auswahl

Wenn ich euch insgesamt für euren Hochzeitstag Unterstützung wünscht, meldet euch gerne bei mir.

Ich freue mich auf euch! Eure Julia

 

Titelfoto: Unsplash